André Derain
Modell für Malerei
11 SEP – 7 NOV 2026
Opening – 10 SEP 2026, 6–10 pm
André Derain
Diane auxbaines
ca. 1945-1946
Öl auf Leinwand
29 x 26 cm.
Photo:Jens Ziehe
Ende des 19. Jahrhunderts setzt sich in Paris eine ebenso schlichte wie folgenreiche Erkenntnis durch. Malerei ist zunächst nichts anderes als Farbe auf der Leinwand. André Derain (1880–1954) gehört zu den Ersten, die aus dieser befreienden Einsicht künstlerische Konsequenzen ziehen. Als Fauvist genießt er die Freiheit, mit Traditionen zu brechen. Bald setzt diese Lust die Avantgarden der folgenden Jahrzehnte in Bewegung.
André Derain
Baigneuses dans un paysage
ca. 1946-1950
Oil on canvas
7,48×11,22in
Photo Jörg von Bruchhausen
Courtesy Galerie Michael Werner
André Derain
Portrait de femme accoudée
ca. 1940-1945
Oil on canvas
23,6×28,7in
Photo Jörg von Bruchhausen
Courtesy Galerie Michael Werner
André Derain
Assiette de fruits
ca. 1944-1948
Oil on canvas
12,9×19,7in
Photo Jörg von Bruchhausen
Courtesy Galerie Michael Werner
Doch Derain bleibt nicht bei der Revolte. Der in Paris geborene Malerbildhauer interessiert sich für glaubhafte Rückbindungen an die Tradition mehr als für deren Abschaffung. Während die Kubisten die „Formzertrümmerung“ ausbuchstabieren, arbeitet er bereits an der Wiedergewinnung des Bildes. In Derain findet die große französische Malereitradition ihr Medium – nicht, um sie zu restaurieren, sondern um sie zu transformieren.
Die Ausstellung eröffnet am Donnerstag, den 10. September 2026 von 18 – 22 Uhr und ist bis zum 7. November 2026 in der Galerie Michael Werner Berlin zu sehen.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Texten von Mėta Valiušaitytė, Danièle Cohn und Alberto Giacometti.