Markus Lüpertz
Markus Lüpertz Oder die Überwindung der Moderne
1 MAI bis 27 JUN 2026
Opening – 1 MAI 2026, 18-21 Uhr
Markus Lüpertz,
Haus der Athene, 2025.
Mixed media on canvas,
160 x 200 cm / 63 x 78 ¾ in.
© VG Bild-Kunst Bonn, 2026.
Photo: Jens Ziehe, Berlin
Die Galerie Michael Werner ehrt Markus Lüpertz mit einer Jubiläumsausstellung anlässlich seines 85. Geburtstags. Zu sehen sind aktuelle Bilder, in denen Lüpertz seine Auseinandersetzung mit mythologischen Motiven und figürlicher Gestik in eine eigenständige, rigorose Bildordnung überführt. Die Zusammenarbeit zwischen Michael Werner und Markus Lüpertz reicht beinahe sechzig Jahre zurück: Bereits 1964 lernten sich Künstler und Galerie kennen, 1968 fand Lüpertz’ erste Ausstellung in Berlin bei Michael Werner in der Kantstraße statt. Seitdem begleitet die Galerie sein Werk kontinuierlich.
Markus Lüpertz,
Badender, 2025.
Mixed media on canvas,
100 x 80 cm / 39 ¼ x 31 ½ in.
© VG Bild-Kunst Bonn, 2026.
Photo: Jens Ziehe, Berlin
Markus Lüpertz,
Urne, 2025.
Mixed media on canvas,
100 x 80 cm / 39 ¼ x 31 ½ in.
© VG Bild-Kunst Bonn, 2026.
Photo: Jens Ziehe, Berlin
Der Ausstellungstitel Die Überwindung der Moderne verweist auf einen programmatischen Kern von Lüpertz’ künstlerischer Haltung: die fortwährende Befragung der Malerei selbst. Dabei überschreitet er die linear gedachten Kategorien der Moderne und bringt ihre inhärenten Gegensätze in eine kritische Neuordnung. „Überwindung“ bedeutet hier keine Absage an die Moderne, sondern eine Auseinandersetzung mit ihren zentralen Begriffen und ästhetischen Fragestellungen. Historische Bildtraditionen werden nicht bloß zitiert, sondern als operative Elemente einer eigenständigen Bildordnung genutzt. Mythologische Motive bilden dabei einen konstanten Bezugspunkt. Vergangenheit und Gegenwart treten nicht in einem hierarchischen Verhältnis auf, sondern wirken simultan und verdichten sich zu neuen Wahrnehmungsebenen.
Markus Lüpertz,
Helm und Schädel, 2025.
Mixed media on canvas,
100 x 80 cm / 39 ¼ x 31 ½ in.
© VG Bild-Kunst Bonn, 2026.
Photo: Jens Ziehe, Berlin
Innerhalb der deutschen Nachkriegskunst nimmt Markus Lüpertz eine einzigartige Position ein. Seine Malerei behauptet die Autonomie des Bildes, versteht Form als offenen Prozess und verweigert sich festen stilistischen oder theoretischen Zuschreibungen. Seine Bilder und Zeichnungen lassen sich als kontinuierliche Untersuchung der Möglichkeiten malerischer Praxis lesen – eine Reflexion über die Bedingungen der Moderne, die zugleich weit darüber hinausweist.