André Derain
Modell für Malerei

11 SEP – 7 NOV 2026

Opening – 10 SEP 2026, 6–10 pm

André Derain
Diane aux
baines
ca. 1945-1946
Öl auf Leinwand
29 x 26 cm.
Photo:Jens Ziehe

Ende des 19. Jahrhunderts setzt sich in Paris eine ebenso schlichte wie folgenreiche Erkenntnis durch. Malerei ist zunächst nichts anderes als Farbe auf der Leinwand. André Derain (1880–1954) gehört zu den Ersten, die aus dieser befreienden Einsicht künstlerische Konsequenzen ziehen. Als Fauvist genießt er die Freiheit, mit Traditionen zu brechen. Bald setzt diese Lust die Avantgarden der folgenden Jahrzehnte in Bewegung. Doch Derain bleibt nicht bei der Revolte. Der in Paris geborene Malerbildhauer interessiert sich für glaubhafte Rückbindungen an die Tradition mehr als für deren Abschaffung. Während die Kubisten die „Formzertrümmerung“ ausbuchstabieren, arbeitet er bereits an der Wiedergewinnung des Bildes. In Derain findet die große französische Malereitradition ihr Medium – nicht, um sie zu restaurieren, sondern um sie zu transformieren.

Die Ausstellung eröffnet am Donnerstag, den 10. September 2026 von 18 – 22 Uhr und ist bis zum 7. November 2026 in der Galerie Michael Werner Berlin zu sehen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Texten von Mėta Valiušaitytė, Danièle Cohn und Alberto Giacometti.