Exquisite Corpse
with works by Loie Hollowell, Kiki Kogelnik, Veronika Pausova, Sascha Braunig
11 SEP – 11 NOV 2026
Opening – 10 SEP 2026, 6–10 pm
Kogelnik, Kiki
Cold Passage, 1964
oil and acrylic on canvas
59-3/4″ × 48″ (151.8 cm × 121.9 cm)
62-1/2″ × 50-3/4″ × 2-3/4″ (158.8 cm ×
128.9 cm × 7 cm), frame
© Kiki Kogelnik Foundation. All rights reserved
Braunig, Sascha
Possession, 2024
oil on linen over panel
68″ × 40″ (172.7 cm × 101.6 cm)
© Sascha Braunig
Pace präsentiert „Exquisite Corpse“, eine von Loie Hollowell (geb. 1983 in Woodland, Kalifornien, USA) kuratierte Ausstellung, die ihrer Bewunderung für die einflussreiche Künstlerin Kiki Kogelnik (geb. 1935 1935 in Graz,Österreich – gest. 1997 in Wien, Österreich) gewidmet ist. Im Gespräch mit zwei Zeitgenossinnen Hollowells, Sascha Braunig geb. 1983 in Qualicum Beach, Kanada) und Veronika Pausova (geb. 1987 in Prag, Tschechien), stellte Hollowell fest, dass Kogelniks Werk auch deren eigenes Schaffen gleichermaßen geprägt hatte. Diese Ausstellung vereint Werke aller vierkontinentübergreifenden, generationenübergreifenden Künstlerinnen.
Hollowell, Loie
Mother Radar in green and orange, 2026
oil, acrylic medium, aqua resin, epoxy resin, and sawdust on linen over panel
28″ × 21″ × 3″ (71.1 cm × 53.3 cm × 7.6 cm)
© Loie Hollowell
Pausova, Veronika
Dwelling (Under a Small Moon), 2026
oil on canvas
29″ × 25″ (73.7 cm × 63.5 cm)
© Veronika Pausova
„Exquisite Corpse“ ist ein gemeinschaftliches Gesellschaftsspiel, das 1925 von surrealistischen Künstlern erfunden wurde. Die Spieler schreiben abwechselnd entweder Wörter oder zeichnen Körperteile auf ein gefaltetes Blatt Papier und verbergen dabei ihre Beiträge, sodass die nächste Person nur das allerletzte Stück des vorherigen Werks sehen und darauf reagieren kann. Hollowell war der Ansicht, dass dieses surrealistische Konzept perfekt beschreibt, wie Künstler sich über Zeit und Entfernung hinweg gegenseitig inspirieren und beeinflussen.
Die in dieser Ausstellung gezeigten Gemälde, Arbeiten auf Papier und Skulpturen der vier Künstlerinnen veranschaulichen jeweils ihr Engagement für die Auseinandersetzung mit dem Körper, insbesondere dem weiblichen Körper. Gemeinsam bilden die Künstlerinnen eine Tradition der körperlichen Abstraktion, die sich durch den gemeinsamen Einsatz lebhafter Farben und einer Ästhetik mit fetischistischer Oberflächenbeschaffenheit auszeichnet. Anstatt den Körper als stabiles Subjekt darzustellen, nähert sich jede Künstlerin der Figur als einem Ort der Spannung, der gedehnt, abgeflacht, zerschnitten und transformiert werden kann. Die gezeigten Werke setzen sich mit Vorstellungen vom Körper als Maschine, als modularem System und als einem Ort auseinander, der von Technologie, Arbeit und wissenschaftlichen Entwicklungen geprägt ist.