Sinta Werner
Modul im Modell

11 SEP – 17 OCT 2026
Opening – 10 SEP 2026, 6–10 pm

Gerüst und Gewand III, 2026
Archivpigmentprints mit Laserschnitt
102,4 cm x 75,1 cm

Sinta Werner untersucht in ihren fotografischen und skulpturalen Arbeiten, wie Raum durchMaterial, Licht und Bewegung fortwährend neu entsteht. Ausgangspunkt sind häufigarchitektonische Strukturen und modernistische Ordnungssysteme, deren geometrischeKlarheit sie aufgreift, verschiebt und in neue räumliche Zusammenhänge überführt.

Proportionierte Leere – Achsen des Lichts, 2026
Antikglas, UV-Druck auf Glas, Messingscharniere, Stahlsockel
189 x 104 x 100 cm

Glas nimmt dabei eine besondere Rolle ein: als Material, Werkzeug und optischer Filter, der Transparenz, Spiegelung und Überlagerung erzeugt und vermeintlich eindeutige Perspektivenauflöst. Wo das modernistische Raster der Jahrhundertmitte Rationalität und unumstößlicheStatik versprach, fordern Werners Arbeiten die körpergebundene, situative Perspektivezurück. Erst im Abschreiten, im Wechsel der Augenhöhe lösen sich die harten Systeme auf und Raum wird zur prozessualen Erfahrung der Betrachtenden.