Sophie von Hellermann
Letters to a young painter

1 MAI bis 6 JUNI 2026
Opening – 1 MAI 2026, 18-22 Uhr

Wentrup freut sich, die vierte Einzelausstellung von Sophie von Hellermann in der Galerie, Letters to a young painter, im Rahmen von Gallery Weekend Berlin 2026 zu präsentieren. Sophie von Hellermanns Werke verbinden ihr Interesse an Geschichte, Mythologie, Literatur und Film mit dem Thema der Erinnerung. Die Künstlerin „webt“ diese unterschiedlichen Erzählstränge zusammen und setzt sie in ihrer spontanen Malweise ohne Skizzen oder Vorzeichnungen um. Dabei verknüpft sie gegenwärtige Ereignisse mit der klassischen Antike und verbindet Imagination und Realität sowohl stilistisch als auch inhaltlich.

Sophie von Hellermann
Courtesy: Wentrup and the artist.

Sie beschreibt ihre Arbeiten als „flüchtige Traumbilder”. Mit reinen Pigmenten und breiten Pinselstrichen auf ungrundierter Leinwand entsteht eine besondere Leichtigkeit. Allegorische Darstellungen, historische Referenzen und künstlerische Einflüsse konkretisieren ihre Vision, Vergangenheit wird gegenwärtig. Sie nutzt den Akt des Malens als eine Form der Kommunikation, vergleichbar mit Schreiben oder Sprechen, und bewegt sich fließend zwischen dem einerseits Gegenständlichen und dem andererseits vermeintlich Abstrakten.

Ich fühlte mich immer zur Literatur hingezogen, und vielleicht wäre ich Schriftstellerin geworden. Aber ich sitze zu sehr zwischen zwei Sprachen, also begann ich zu malen. Ich erschaffe Szenen und Figuren, die in ihnen agieren – Sophie von Hellermann

Zum 100. Todestag des legendären Dichters Rainer Maria Rilke, der vor 151 Jahren geboren wurde und bis heute zu den einflussreichsten Lyrikern der literarischen Moderne zählt, wird sein Werk erneut in den Blick genommen. „Der Panther“ gilt als sein berühmtestes Dinggedicht – eng angelehnt an die Werke des Bildhauers Auguste Rodin.

Die Malerei von Sophie von Hellermann begegnet der Poesie von Rainer Maria Rilke in einem imaginären Dialog zwischen Bild und Sprache. Während Rilke in seinen Gedichten innere Landschaften, Transformation und die Fragilität menschlicher Erfahrung beschreibt, entfaltet von Hellermann auf der Leinwand eine ebenso poetische Bildwelt aus fließenden Figuren und mythologischen Anspielungen. Bei Rilke beschreibt der Raum indirekt die Gefühle und Gedanken der Person, bei von Hellermann werden Stimmungen durch Farben und Bewegungen im Bild widergespiegelt.