Anlässlich des Gallery Weekend Berlin 2026 freuen wir uns, Einzelausstellungen von zwei Künstlerinnen zu präsentieren, die seit kurzem von der Galerie vertreten sind: Tauba Auerbach und Celeste Rapone.
Tauba Auerbach
Easy Assembly
1 MAI bis 20 JUN 2026
Opening – 1 MAI 2026, 18-21 Uhr
Tauba Auerbachs Ausstellung mit dem Titel Easy Assembly zeigt Werke aus der Serie der Foam Bilder.
Tauba Auerbach
Foam, 2026
Acrylic on Dibond panel
122 x 183 cm
Courtesy the artist and Esther Schipper, Berlin/ Paris/Seoul
Photo © Steven Probert
© the artist / VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Die Serie basiert auf Mikroskopaufnahmen von Schaum. Die Künstlerin verwendet eine pointillistische Technik, um Anordnungen von Seifenblasen darzustellen, die sich in der Realität ständig neu positionieren. Teilchenförmige Farbfelder weichen dichteren Punktansammlungen, die auf subtile Weise die Konturen eines transparenten, instabilen Materials definieren. Die Künstlerin wendet einen Prozess an, der sowohl wohlüberlegt als auch offen für Improvisation ist.
Taubas Arbeit sucht nach Informationen über das Universum, die in Form und Bewegung eingebettet sind. Die Werke entspringen Beobachtungen darüber, wie sich Seifenblasen auf natürliche Weise zu Schaum organisieren, wie Flüssigkeiten fließen oder wie Sand durch Wärme seinen Zustand verändert. Sogenannte Naturgesetze werden angewendet und genutzt, um Muster und deren Auflösung sichtbar zu machen. Das Entstehen von Objekten und Bildern ist sowohl Ergebnis als auch Teil der Forschungsarbeit.
Celeste Rapone
Hyperarousal
1 MAI bis 20 JUN 2026
Opening – 1 MAI 2026, 18-21 Uhr
Unter dem Titel Hyperarousal präsentiert Celeste Rapone drei neue Gemälde.
Celeste Rapone
Loner, 2025
Oil on linen
71 x 61 cm (unframed)
75 x 65 x 4 cm (framed)
Courtesy the artist and Esther Schipper, Berlin/ Paris/Seoul
Photo © Andrea Rossetti
Die exzentrischen Figuren, die Celeste Rapones Gemälde bevölkern, versinnbildlichen die für Millennials typische Unruhe, Angst und Langeweile ihrer Generation. In einer wiederkehrenden kompositorischen Geste sind Körper in verzerrten und eingeengten Posen positioniert. Ihre Gliedmaßen drücken gegen die Ränder der Leinwand, bereit, die Bildfläche zu sprengen. Beim Anstoßen des Rahmens scheinen diese Figuren gleichzeitig zu gedeihen und zu schmerzen. Ähnlich wie ihre faszinierenden autobiografischen Avatare unterliegen die von Rapone dargestellten häuslichen Interieurs surrealen Montagen, sind aber gleichzeitig mit Anspielungen auf die Kunstgeschichte durchsetzt.
Celeste Rapone
Waiting, 2025
Oil on canvas
71 x 61 cm (unframed)
75 x 65 x 4 cm (framed)
Courtesy the artist and Esther Schipper, Berlin/ Paris/Seoul
Photo © Andrea Rossetti