Rodney McMillian
In Other Realms

1 MAI bis 13 JUN 2026
Opening – 1 MAI 2026, 18-22 Uhr

Capitain Petzel freut sich, die erste Einzelausstellung von Rodney McMillian mit der Galerie anzukündigen, die im Rahmen des Gallery Weekend Berlin 2026 eröffnet wird. Die Ausstellung ist für ein Press Preview am 29. April von 11-15 Uhr geöffnet, der Künstler wird anwesend sein. Am 2. Mai um 14 Uhr wird ein Artist Talk mit Kathleen Rahn (Direktion, Marta Herford) stattfinden (Ort: tbc).

Rodney McMillian
As Below, 2024-2026
Acrylic and latex on canvas
152.4 x 182.9 cm
60 x 72 inches

© Rodney McMillian
Courtesy the artist and Capitain Petzel, Berlin
Ph.: Josh Vasquez

Der in Los Angeles lebende Künstler Rodney McMillian (geboren 1969 in Columbia, South Carolina) ist für seine multidisziplinäre Praxis bekannt, die Malerei, Skulptur, Installation, Performance und Text umfasst. Seine Arbeit setzt sich häufig mit Themen wie Race, Arbeit und sozialer Ungleichheit auseinander und lenkt die Aufmerksamkeit auf übersehene Materialien und marginalisierte Geschichten. McMillian verwendet dabei oft gefundene Objekte wie Decken, Planen und architektonische Fragmente und verwandelt sie in eindringliche Aussagen über
Fürsorge, Überleben und politischen Widerstand. Mit seiner Kunst hinterfragt er traditionelle Narrative und lädt die Betrachter*innen dazu ein, über die sozialen Strukturen nachzudenken, die das alltägliche Leben prägen.

Rodney McMillian
As above, 2024-2026
Acrylic, latex, ink, graphite and paper on canvas
182.9 x 152.4 cm
72 x 60 inches

© Rodney McMillian
Courtesy the artist and Capitain Petzel, Berlin
Ph.: Josh Vasquez

Rodney McMillian
Red earth, 2024-2026
Acrylic, latex, ink and paper on canvas
182.9 x 152.4 cm
72 x 60 inches

© Rodney McMillian
Courtesy the artist and Capitain Petzel, Berlin
Ph.: Josh Vasquez

Für seine erste Ausstellung bei Capitain Petzel präsentiert McMillian eine Gruppe neuer Arbeiten aus seiner Serie Black Paintings sowie Skulpturen und einen kürzlich fertiggestellten Film. Die Black Paintings zählen zu seinen bekanntesten Werkgruppen. Ihre intensiv bearbeiteten Oberflächen sind von Falten, Nähten und lebhaften Farben geprägt. McMillian verwendet häufig unkonventionelle Materialien wie (schwarzes) Vinyl oder Stoff, die er bemalt und bearbeitet, sodass ihre physische Beschaffenheit sichtbar bleibt. Sie funktionieren dabei nicht als Untergrund, sondern erscheinen vielmehr als strukturiert, abgenutzt und materiell präsent. Während diese Arbeiten in einen Dialog mit der Tradition der abstrakten Malerei treten – insbesondere mit Künstlern wie Ad Reinhardt – stellt McMillian die Vorstellung einer „reinen“ Abstraktion infrage. Seine schwarzen Gemälde lassen sich auch politisch lesen, indem sie auf Schwarze Identität, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit sowie auf umfassendere soziale und historische Machtstrukturen innerhalb sowohl der US-amerikanischen Gesellschaft als auch der Kunstgeschichte verweisen.

Rodney McMillian
Untitled (Knoll’s chair), 2023-2026
Chair, fabric, wire and acrylic

© Rodney McMillian
Courtesy the artist and Capitain Petzel, Berlin
Ph.: Josh Vasquez

McMillians Arbeiten wurden international in bedeutenden Ausstellungen gezeigt, zuletzt in der umfassenden Retrospektive The Land: Not Without a Politic im Marta Herford Museum, die Werke aus verschiedenen Phasen seines Schaffens präsentierte und von einem Ausstellungskatalog begleitet wurde. Im Frühjahr 2026 eröffnet eine Einzelausstellung im Columbia Museum of Art in South Carolina. McMillian war Teil der Whitney Biennial 2022 und stellte unter anderem im Hammer Museum, Los Angeles; im MoMA PS1, New York; im Institute of Contemporary Art, Boston; im Studio Museum in Harlem; im Aspen Art Museum sowie im ICA Philadelphia aus. Seine Arbeiten befinden sich in bedeutenden öffentlichen Sammlungen wie dem Museum of Modern Art und dem Whitney Museum of American Art, New York; dem Hammer Museum, Los Angeles; der Sammlung Haubrok, Berlin, sowie dem Studio Museum in Harlem.

Stefanie Heinze
Your Mouth Comes Second | Book Presentation, Readings, Artist Talk, New Works

1 MAI bis 13 JUN 2026

3 MAI um 12 Uhr
Book Presentation with Readings, Artist Talk, New Works
With Fid Fischer, Sophie Robinson and Mason Leaver-Yap

Stefanie Heinze
Your Mouth Comes Second, Distanz Verlag, 2024

Courtesy the artist, Capitain Petzel, Berlin and Distanz Verlag

Die Ausstellung von Stefanie Heinze stellt ihre Monographie Your Mouth Comes Second in den Mittelpunkt und eröffnet zugleich einen erweiterten Einblick in Heinzes künstlerisches Schaffen. Sie versammelt eine Auswahl neuer sowie früherer Arbeiten.

Stefanie Heinzes Werk bewegt sich zwischen Malerei und Zeichnung und ist geprägt von einer eigenwilligen, oft fragmentarischen Bildsprache. Ihre Arbeiten verbinden figürliche Andeutungen mit abstrakten Elementen und entwickeln dabei eine dichte, assoziative Bildwelt, in der sich Körper, Räume und Zeichen überlagern. Wiederkehrende Motive werden variiert und verschoben, sodass sich Bedeutung nicht festschreibt, sondern im Prozess des Betrachtens entfaltet.

Stefanie Heinze
Adorn, ein Muskelvogel, 2022

Signed, dated and titled verso
Oil and acrylic on linen
180.5 x 135 cm
71.1 x 53.2 inches

(B-SHEINZE-.22-0001)

© Stefanie Heinze
Courtesy the artist and Capitain Petzel, Berlin
Ph: Gunter Lepkowski

Stefanie Heinze
Your Mouth Comes Second, Distanz Verlag, 2024

Courtesy the artist, Capitain Petzel, Berlin and Distanz Verlag

Flankiert wird die Präsentation am Sonntag, den 3. Mai um 12 Uhr von zwei Lesungen, bei denen Sophie Robinson und Fid Fischer – beide mit Beiträgen im Katalog vertreten – ihre Texte vorstellen und unterschiedliche Perspektiven auf Heinzes Arbeit eröffnen. Ein Gespräch zwischen Stefanie Heinze und Mason Leaver-Yap vertieft zentrale Themen der Publikation und bietet Raum für einen direkten Austausch über künstlerische Prozesse und inhaltliche Bezüge. In dieser Konstellation entsteht ein vielschichtiger Dialog zwischen Bild, Text und Stimme.

Stefanie Heinze (geb. 1987, Berlin) zeigte 2024–2025 eine Einzelausstellung in der Fondazione Sandretto Re Rebaudengo, Turin. Sie hat weltweit in Institutionen ausgestellt, darunter im Le Consortium Museum in Dijon; in The Hepworth Wakefield in West Yorkshire; im Institute of Contemporary Art in Miami; in der Boros Foundation im Berghain in Berlin; in den Deichtorhallen in Hamburg; im Museum Arnhem sowie in der Sammlung Philara in Düsseldorf.

Stefanie Heinzes Werke befinden sich in vielen Sammlungen weltweit: Institute of Contemporary Art, Miami; Hammer Museum, Los Angeles; Musée d‘Art Moderne de Paris; MAMCO, Genf; Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Pérez Art Museum, Miami; The Hepworth Wakefield, UK; Marguerite Hoffman Collection, Dallas; The Rachofsky Collection, Dallas; Mead Gallery at Warwick Arts Centre, UK; the Delfina Collection, UK; und Fondazione Sandretto Re Rebaudengo, Turin.