Farkhondeh Shahroundi
1 MAI bis 27 JUNI 2026
Opening – 1 MAI 2026, 18-22 Uhr
Farkhondeh Shahroudi,
blackside riding into the wave, calm diving, black pearls, waves
breaks full moon, 2017,
stitched cloths, stitched gloves, Dimension variable,
installationview: Villa Romana, Florence, Italy
Photo: Ela Bialkowska, OKNOstudio
Courtesy the artist and Galerie Barbara Thumm
Farkhondeh Shahroudi (*1962, Teheran/ Iran) ist eine iranische bildende Künstlerin und Dichterin, die seit 1990 im Exil in Deutschland lebt, überwiegend in Berlin. In ihrer interdisziplinären künstlerischen Praxis arbeitet sie mit Malerei, Zeichnung, Installation, Textilien, Fotografie, Video und Performance. Zentrale Themen ihres Werks sind Selbstverortung, Sprache, Erinnerung, Migration und kulturelle Übersetzung. Häufig verbindet sie poetische Texte mit materiellen Elementen wie Stoffen oder Teppichen und schafft so raumgreifende, vielschichtige Arbeiten. Shahroudi studierte Malerei in Teheran sowie Kunst und Design in Dortmund und zählt heute zu den wichtigen Stimmen der zeitgenössischen Kunst im Kontext von Exil und Diaspora.
Shahroudi ist die erste Preisträgerin des Exile Visual Arts Award, einer Auszeichnung der Körber-Stiftung und der Stiftung Exilmuseum Berlin. Zudem wurde sie mit dem Hannah-Höch-Förderpreis ausgezeichnet.
Gülbin Ünlü
Almost Ünlü
1 MAI bis 27 JUNI 2026
Opening – 1 MAI 2026, 18-22 Uhr
Installation view:
Gülbin Ünlü,
Shifting the Silence, Lenbachhaus, München 2025,
Photo: Lukas Schramm,
Courtesy the artist and Galerie Barbara Thumm
In München lebend und derzeit Stipendiatin der Villa Romana in Florenz ist Gülbin Ünlü eine zeitgenössische Künstlerin, die die Grenzen des kunsthistorischen Kanons neu denkt. Seit ihrem Abschluss an der Akademie der Bildenden Künste München im Jahr 2018, wo ihr experimenteller Ansatz mit dem Erwin-und-Gisela-von-Steiner-Stiftungspreis ausgezeichnet wurde, hat sie eine künstlerische Sprache entwickelt, die sowohl intellektuell tiefgründig als auch unmittelbar zugänglich ist.
Im Zentrum ihrer Arbeit steht eine charakteristische „Mash-up“-Philosophie. Anstatt sich auf ein einzelnes Medium zu beschränken, schafft Ünlü einen Dialog zwischen Malerei, Fotografie, Video und Klang. Besonders bekannt ist sie für eine einzigartige hybride Technik – eine nahtlose Verbindung von Druckgrafik und Malerei, die fragmentierte, vielschichtige Strukturen hervorbringt. Ihre Arbeiten erkunden affektive Archive und verborgene Narrative und formulieren eine Form ästhetischen Widerstands gegen konventionelle Sehweisen.
Installation view:
Gülbin Ünlü,
Ultrahappy, Villa Stuck, 2025,
Photo Thomas Splett,
Courtesy the artist and Galerie Barbara Thumm
Diese Fähigkeit, die Kluft zwischen klassischer Technik und roher, zeitgenössischer Ausdruckskraft zu überbrücken, hat zu Ausstellungen in einigen der renommiertesten Institutionen Europas geführt, darunter die Pinakothek der Moderne, das Haus der Kunst, die Berlinische Galerie und die Villa Stuck.