Vor dem Gallery Weekend Berlin bringen wir euch nicht nur die Werke der Künstler*innen näher, sondern auch die Geschichten dahinter. Wir waren zu Besuch bei Ingrid Wiener (*1942, Wien) in der Steiermark, Österreich – einem Ort, der zugleich ihr Zuhause und Atelier ist und an dem ihre komplexen Gobelins entstehen. Einige dieser Arbeiten sind ab dem 1. Mai in der Ausstellung Gobelins, Films and Dreams in der Galerie Barbara Wien zu sehen. Die Präsentation vereint neben neueren Gobelins auch eine Gruppe ihrer „Traumzeichnungen“ sowie Videos, Schallplatten und Bücher.
In den 1970er Jahren gründete Ingrid Wiener gemeinsam mit Oswald Wiener und ihrem Freund, dem österreichischen Künstler Michel Würthle, die legendären Künstlerlokale Matala, Exil und Axbax.Neben ihrer bildkünstlerischen Praxis ist auch ihr kulinarisches Schaffen ein wesentlicher Bestandteil ihres Werks: Das gemeinsame Kochen und Bewirten wurde über Jahrzehnte hinweg zu einer eigenständigen künstlerischen Form. Zudem arbeitete sie eng mit Dieter Roth zusammen. Mit ihm konzipierte und webte sie fünf großeWandteppiche, die sich heute unter anderem im Kunsthaus Zürich und in der Sammlung desMuseum of Modern Art, New York befinden.