Katharina Sieverding
Life – Death
Charlottenstraße
11 SEP – 7 NOV 2026
Opening – 10 SEP 2026, 6–10 pm
Katharina Sieverding, Life–Death, 1969, (film still) © Katharina Sieverding, © photo Klaus Mettig
Zur Berlin Art Week 2026 präsentiert die Galerie Thomas Schulte die Ausstellung Life–Death von Katharina Sieverding. Im Zentrum steht der gleichnamige Film aus dem Jahr 1969, ergänzt durch großformatige Filmstills sowie bislang unveröffentlichte Polaroids. Entstanden im damaligen West-Berlin, verweist das Werk auf eine frühe Schaffensphase der Künstlerin und auf einen historischen Moment, in dem sich politische, gesellschaftliche und ästhetische Umbrüche verdichteten. Nicht zuletzt wurde Life–Death 1972 auf der documenta 5 in Kassel gezeigt und manifestiert so die frühe kunsthistorische Relevanz des Werks.
Kerstin Brätsch
Die Sein: Para Psychics Expanded (Excerpt)
Charlottenstraße
11 SEP – 7 NOV 2026
Opening – 10 SEP 2026, 6–10 pm
Kerstin Brätsch, Installation view (detail), MEMORY MEMORY, LUMA Arles, 2021, Photo: Andrea Rosetti
Für die diesjährige Ausgabe der Berlin Art Week präsentiert die Galerie Thomas Schulte „Die Sein: Para Psychics Expanded (Excerpt)”, die erste Präsentation von Kerstin Brätsch in der Galerie. Der Eckraum der Galerie und die angrenzende Schaufensterfront verwandeln sich in einen eigenen Kosmos oder Organismus: Brätschs komplexe Bodenarbeit in Mosaikoptik erstreckt sich über die Fläche und ist dem Himmel zugewandt, während die hohen Fenster des Eckraums von oben ein verändertes Sonnenlicht hereinfiltern. Die organischen Formen, kräftigen Farbgebungen und Muster der Wabenplatten aus Karton an den Wänden – vergrößerte Motive aus Brätschs Stucco-Marmo-Arbeiten – erinnern an Formationen in Achat-Geoden oder an psychedelische Pareidolien; zugleich verleihen sie dem Raum Struktur und bewohnen ihn als unheimliche Wesenheiten.
Vor diesem sich wandelnden Hintergrund steht eine Auswahl von Arbeiten aus ihrer titelgebenden „Para Psychics” -Serie: intime, Mandalas ähnelnde Zeichnungen in Buntstift, die selbst als lebendige, sich ständig verwandelnde Konstellationen erscheinen. Durchgehend scheint die Schichtung der Zeit sich zugleich unendlich weit zu öffnen und sich zu neuen Formen zu verdichten – wobei geisterhafte Spuren auftauchen, als wären sie im Stein versteinert.
David L. Johnson
Nachtruhe
Potsdamer Strasse
11 SEP – 7 NOV 2026
Opening – 10 SEP 2026, 6–10 pm
David L. Johnson, 2026
Galerie Thomas Schulte presents Nachtruhe, a solo exhibition by David L. Johnson bringing together sound works, subtractive sculpture, printed matter, and photography produced in and around public and private parks in Philadelphia, New York, and Berlin. Across these three cities, Johnson’s work documents and intervenes in shifting conditions of access to green space, examining how nighttime curfews and other forms of control shape the boundaries of public space.
Moving between visible barriers and less perceptible forms of control, Nachtruhe considers how these boundaries are produced and enforced over time and across geographies. Through acts of removal, displacement, field recording, and remapping, Johnson traces how they extend beyond the sites and conditions they ostensibly regulate.