Andreas Eriksson in dialogue with Kim Chong Hak
Painting the path
Christinenstrasse 18–19
11 SEP 2026—6 MAR 2027
Opening – 10 SEP 2026, 6-10 pm
Andreas Eriksson, Lump, 2026, acrylic, egg-oil-tempera and oil on canvas, 235 x 252 cm. © Andreas Eriksson / VG Bild-Kunst, Bonn.
Courtesy the artist and neugerriemschneider, Berlin
painting the path, ein Dialog zwischen Kim Chong Hak und Andreas Eriksson, vereint neue sowie in den letzten Jahren entstandene Werke der Künstler bei neugerriemschneider. Beide orientieren sich in ihren bildnerischen Ansätzen an den Rhythmen der Natur und übertragen diese vor unterschiedlichen generationellen, politischen, geografischen und kulturellen Hintergründen in Kompositionen, die zwischen Figuration und Abstraktion changieren. Mit emotional und formal ausbalancierten Gemälden sind sie zu Chronisten der Berge ihrer Heimat geworden – Kinnekulle in Schweden, wo Eriksson 2002 sein Atelier eingerichtet hat, und Seoraksan in Südkorea, wo Kim seit 1979 lebt und arbeitet. In der Ausstellung zeigen die Künstler, die sich an unterschiedlichen, jeweils entscheidenden Punkten ihrer Laufbahn befinden, die entlegenen Landschaften ihrer Regionen in stetem Wandel – von vibrierender Farbigkeit bis hin
zu stillen, in sich gekehrten Momenten.
Die Natur in der Umgebung von Erikssons Haus und Atelier im ländlichen Schweden sowie seine eingehende, sich ständig weiterentwickelnde Auseinandersetzung mit ihr bilden die Grundlage seines künstlerischen Schaffens, in dem eine geschärfte Wahrnehmung für Details, Weiten, Wesensarten und zufällige Momente mit tiefgründiger Introspektion einhergeht. Während die ausgestellten neuen Gemälde im Großformat die Monumentalität der Landschaft widerspiegeln, verleihen sie in Gestalt kleiner Kompositionen seiner Faszination für Nuancen Ausdruck. Mit diesen malerisch-konzeptuellen Übersetzungen natürlicher Phänomene schlägt Eriksson eine neue Richtung ein. Anders als in früheren Arbeiten ist die Farbe nicht länger an Bleistiftvorzeichnungen gebunden, sondern entwickelt sich frei von gegenständlichen Bezügen, wird skulptural und nimmt den Charakter der Werkzeuge des Künstlers an. Von einer langjährigen Beschäftigung mit Farbe profitierend, passt Eriksson seine Methoden ihren Eigenheiten an: Die
Zeit, die sie zum Trocknen benötigt, die Art und Weise, wie sie sich mit der Oberfläche verbindet, und ihre Reaktion auf äußere Einflüsse tragen entscheidend zu seiner künstlerischen Praxis bei. Dabei weichen die üblichen charakteristischen Farbfelder seiner Gemälde einem freieren Umgang mit dem Medium, in dessen Folge verstärkt synthetische Pigmente zum Einsatz kommen, die von sanften, organischen Erdtönen bis hin zu intensiven Farben reichen. Neben diesen Bildern zeigt Eriksson in painting the path Bronzeskulpturen – A Second Time (2003 – 2007), eine Auswahl seiner Molehill-Arbeiten (2009 – fortlaufend) und Content is a Glimpse (2008 – fortlaufend) -, die ebenso die flüchtigen Momente der Natur einfangen.
Kim Chong Hak, Landscape, 2019, acrylic on canvas, 8 parts, overall: 290 x 1800 cm. © Kim Chong Hak. Courtesy the artist and neugerriemschneider, Berlin
Mit seinen malerischen Hommagen an das ganzheitliche Erleben der Jahreszeiten, deren Vergehen und Wiederkehr, hat sich Kim in den vergangenen sechs Jahrzehnten als einer der bedeutendsten Maler Südkoreas etabliert. Sein kontemplativer, historisch fundierter Ansatz verbindet die konzeptuelle mit der physischen Auseinandersetzung, indem er die Pracht der Natur in leuchtende Farben oder reduzierte, nahezu monochrome und durch prägnante Linienführung akzentuierte Kompositionen übersetzt. Geboren 1937 im Norden des von Japan besetzten Koreas, wuchs Kim in einer Realität auf, in der Land und Landschaft gleichermaßen Schauplätze von Zwietracht waren. Nach Stationen in Tokio, Seoul und New York zog der Künstler an den Hang des Seoraksan, dessen Natur zum zentralen Thema seines Schaffens wurde. In Umfang und Maßstab variierend, impliziert diese künstlerische Praxis gleichzeitig Bruch und Würdigung der Vergangenheit. So ist seine Leidenschaft für das Sammeln von Antiquitäten und egionalem Kunsthandwerk, wie etwa die zwei ausgestellten „Kirogi“ – handgeschnitzte Enten, die bei traditionellen koreanischen Hochzeiten verschenkt werden -, in seinem Werk ebenso präsent wie seine frühen Experimente mit Minimalismus, Abstraktion, Kalligraphie, Poesie und Konzeptkunst und sein Engagement in der materialorientierten Mono-ha-Bewegung. Diese Einflüsse, zu einer figurativen Ausdrucksweise weiterentwickelt, prägen bis heute seinen Umgang mit Farbe, der ebenso emotional wie lyrisch, ebenso flüchtig wie fundiert ist. Kims monumentales Gemälde Landscape (2019) erstreckt sich mit einer Breite von 18 Metern über Eck, wodurch es einen einzigartigen
Panoramaeffekt erzeugt. Es steht repräsentativ für das Streben des Künstlers, der Natur malerisch auf den Grund zu gehen. Das Dickicht an den Bildrändern wirkt in seiner Tiefe schier unendlich, während die dargestellten Wildblumen in voller Blüte mit dem Versprechen einer ewigen Pflanzenwelt locken.
painting the path zeugt von den ausgedehnten Spaziergängen, die viele der Kompositionen von Eriksson und Kim inspirieren. Diese einsamen Wanderungen entlang bewaldeter Pfade, frei von gesellschaftlichen Zwängen, werden ohne Erwartungen an kreative Eingebungen unternommen und sind für den künstlerischen Prozess genauso bedeutend wie das Malen oder das Erschaffen von Skulpturen selbst. So entstehen keine Abbilder, sondern enigmatische Deutungen ihrer Umgebung, die als Gradmesser von Stimmungen fungieren. In der Ausstellung treffen die Perspektiven der beiden Künstler nun aufeinander, sodass sie sich gegenseitig in neuem Licht betrachten.
Kim Chong Hak, Untitled, 2017, acrylic on canvas, 53 x 65.1 cm. © Kim Chong Hak. Courtesy the artist and neugerriemschneider, Berlin
Zeitgleich mit painting the path eröffnet Barbara Wien die Ausstellung Horizontal Fold über die zentrale Rolle von
Künstlerpublikationen in Erikssons Schaffen, begleitet von Gemälden, Fotografien, Siebdrucken, Bronzeskulpturen und textilen Werken (bis 24. Dezember). Darüber hinaus widmet das Institut suédois in Paris Eriksson die Ausstellung Soleil et Lune. Andreas Eriksson en dialogue avec Ivan Aguéli (20. Oktober bis 10. Januar 2027). Kim ist parallel mit einer Ausstellung im Gangneung Museum of Art Sorol vertreten (22. Juli bis 25. Oktober 2026) sowie mit der großangelegten Retrospektive Kim Chong Hak, Painter of Seoraksan im Phoenix Museum of Art (9. September 2026 bis 21. Februar 2027), nach deren Premiere im High Museum of Art. Werke von Andreas Eriksson (geb. 1975) wurden in Einzelausstellungen internationaler Museen und Institutionen gezeigt, darunter Murin-an, Kyoto (2024); OōEli, Hangzhou (2024) Lillehammer Kunstmuseum, Lillehammer (2024); Lidköpings Konsthall und Vänermuseet, Lidköping (2023); Thielska Galleriet, Stockholm (2023); De 11 Lijnen, Oudenburg (2021); Skissernas Museum, Lund (2021); Nordiska Akvarellmuseet, Skärhamn (2020); Braunsfelder, Köln (2019); Bonniers Konsthall, Stockholm (2014); Centre
PasquArt, Biel (2014); Listasafn Reykjavíkur, Reykjavík (2014), und mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Wien (2008). Eriksson nahm an der 30. Bienal de São Paulo (2012) teil und vertrat Schweden im Nordischen Pavillon auf der 54. Biennale di Venezia (2011). Eriksson lebt und arbeitet in Medelplana, Schweden.
Werke von Kim Chong Hak (geb. 1937) wurden in Einzelausstellungen internationaler Museen und Institutionen gezeigt, darunter Painter of Seoraksan, High Museum of Art, Atlanta (2025); Highlighting Contemporary Artist III, Busan Museum of Art, Busan (2020), Carte blanche à Kim Chong Hak, Musée national des Arts asiatiques – Guimet, Paris (2018); A Key to Creation, Seoul Museum of Art, Seoul (2015); und Retrospective, National Museum of Contemporary Art, Korea, Gwacheon (2011). Kim nahm an der 13. und 12. Bienal de São Paulo (1975, 1973) teil sowie an der 4. Biennale de Paris (1965). Kim lebt und arbeitet in Seoul.
Billy Childish, Huddie Hamper, Scout Hamper
billy childish and the children of the sect
Linienstrasse 155
11 SEP—7 NOV 2026
Opening – 10 SEP 2026, 6-10 pm
Billy Childish, self with thunderbird, 2026, oil and charcoal on linen, 91.5 x 76 cm © Billy Childish / VG Bild-Kunst, Bonn. Courtesy the artist and neugerriemschneider, Berlin
In ›billy childish and the children of the sect‹ bei neugerriemschneider vertieft Billy Childish seine fortwährende Auseinandersetzung mit Familie und Kunstgeschichte und stellt erstmals zusammen mit seinen Kindern Huddie und Scout Hamper aus, die ebenfalls malerisch und musikalisch tätig sind. Die Bilder der Kabinettpräsentation, darunter gegenseitige Porträts und Motive geteilter Interessen, sind größtenteils im gemeinsamen Atelier entstanden und überwinden klassische, durch historische Beispiele von Künstlerdynastien, Mentorschaft und Wettstreit geprägte Vorstellungen von Generation, Einfluss und kreativer Freiheit. Verbundenheit wird so zur Quelle für unvorhergesehene Findungen sowohl auf kompositorischer als auch auf persönlicher Ebene, die sich in der Ausstellung zu einem gemalten Eintrag in einer gemeinsamen Chronik vereinen.
Die drei Künstler*innen teilen eine intuitive Praxis, die durch die bildnerische Übersetzung weltlicher Erscheinungen und Phänomene subjektive Gefühle ausdrückt. Sie begreifen Malerei als Entdeckung, in die sie Spontanität und Kontinuität einbringen, während ihre Arbeiten aus sich selbst heraus entstehen und ihre Bedeutung nicht vorgeben. Trotz oder gerade wegen dieser Eigenständigkeit und Offenheit des Werks wird es zum Mittel des Austauschs – der selbstreflexiven Auseinandersetzung, der Kommunikation mit den Betrachtenden und, in dieser Ausstellung, des Dialogs miteinander. Stilistisch resultiert dieser Ansatz in einem expressiven Zusammenspiel von Kontur und Farbe, das klassische perspektivische Mittel nutzt, nur um durch den Einbezug der unbehandelten Leinwand in die Komposition die Flächigkeit des Mediums zu betonen. Das Porträt nimmt darin eine zentrale Rolle ein: In den
Selbstbildnissen und wechselseitigen Darstellungen vergegenwärtigen die Künstler*innen nicht nur ihre Sujets, sondern auch die unterschiedlichen Perspektiven, aus denen sie sich selbst und einander betrachten, und lassen so familiäre Dynamiken ebenso hervortreten wie die Prozesse von Aneignung, Weiterentwicklung und Differenzierung, durch die sich künstlerische Positionen zwischen den Generationen formieren. Indem die figurativen Bilder über das Persönliche hinausweisen und Assoziationen hervorrufen, die der Abstraktion vorbehalten schienen, verwandeln sie das Familiäre in das Universelle und lenken den Blick der Betrachtenden so auf ihre eigene Geschichte.
Billy Childish, walking in gods butie version, 2013, oil and charcoal on linen, 274.5 x 183 cm © Billy Childish / VG Bild-Kunst, Bonn.
Courtesy the artist and neugerriemschneider, Berlin. Photo: Rikard Osterlund
Parallel zur Ausstellung geben Billy Childish & CTMF am Freitag, 11 SEP, um 20 Uhr ein Konzert im Lido, Berlin.
Werke von Billy Childish (geb. 1959) wurden in Einzelausstellungen internationaler Museen und Institutionen gezeigt, darunter Yi Space, Hangzhou (2025); He Art Museum, Foshan (2024); Villa Schöningen, Potsdam (2017); The Goss-Michael Foundation, Dallas (2017); Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim, Rüsselsheim (2016); Neuer Aachener Kunstverein, Aachen (2014); No. 1 Smithery, The Historic Dockyard, Chatham (2012); Institute of Contemporary Arts, London (2010), und White Columns, New York (2010). Huddie Hamper (geb. 1999) absolvierte ein Foundation Degree an der UCA Rochester (2018) und studierte Malerei an der Slade School of Fine Art in London (2018—2021) sowie an der Kunstakademie Düsseldorf (seit 2026). Scout Hamper (geb. 2009) gibt mit dieser Ausstellung das öffentliche Debüt eigener Arbeiten. Die Künstler*innen leben und arbeiten in Kent.
Cevdet Erek
Them and Us
Linienstrasse 155
11 SEP—7 NOV 2026
Opening – 10 SEP 2026, 6-10 pm
Cevdet Erek, Away Terrace (Us and Them), 2025, earth blocks, timber, 10-channel audio, size variable, duration variable, commissioned by Liverpool Biennial 2025. © Cevdet Erek.
Courtesy the artist and neugerriemschneider, Berlin. Photo: Stuart Whipps
In ›them and us‹, seiner zweiten Einzelausstellung bei neugerriemschneider, setzt Cevdet Erek seine fortlaufende Beschäftigung mit dem klanglichen Potenzial von Architektur und dem architektonischen Potenzial von Klang fort. Gezeigt werden jüngste skulpturale Werke, die mit ihren stadionartigen Konstruktionen gesellschaftliche Dynamiken reflektieren. In den Wandarbeiten und der großformatigen Soundinstallation aus Lehmsteinen sind die Gästeblöcke von Fußballstadien, in welche die Fans des Auswärtsteams verbannt werden, mit Blattgold beziehungsweise natürlichen Farbstoffen markiert. Ohne Menschen und deren identitätsstiftende Symbole und Transparente wirken die Werke einerseits von der Zeit losgelöst und evozieren andererseits Assoziationen an Theater und Schaukampf der Antike sowie deren Analogien zu heutigen Verbindungen, Spaltungen und Anhängerschaften. Dazu trägt auch der treibende, archaisch anmutende Mehrkanal-Soundtrack bei, dessen durchdringende perkussive Rhythmen an das synergetische oder miteinander konkurrierende Trommeln eines Stadionpublikums erinnern.
Die zentrale Installation der Ausstellung, Away Terrace (Us and Them) (2025), wurde erstmals 2025 für die 13. Liverpool Biennial errichtet. Die quaderförmigen Bausteine der Berliner Variation, welche die terrassenartig abfallenden, ein Spielfeld aus Erde begrenzenden Zuschauerränge der Arbeit zusammensetzen, verdanken ihre elementare Präsenz der Fertigung auf Basis von lokalem Baustellenaushub. Die leere Architektur ruft unweigerlich Vorstellungen und Projektionen hervor – ein Kolosseum, eine Arena oder ein Hippodrom, eine archäologische Stätte, deren Ausgrabung Vergangenheit und Gegenwart ineinanderfallen lässt -, womit sie an frühere Auseinandersetzungen Ereks mit Geschichte und ihren baulichen Relikten anknüpft. Ein farblich markierter Bereich an einer Ecke der Installation stellt den Gästeblock dar, der in tatsächlichen Fußballstadien oftmals minimalistischer ausgestattet ist als der Heimbereich und dessen Einschränkungen hier politische und wirtschaftliche Konnotationen hervorrufen, die über den sportlichen Kontext hinausgehen. Diese trennende Struktur findet eine Parallele in Ereks Gesamtkonstruktion: Da die Arbeit nicht betreten werden kann, macht sie die Betrachtenden zu Mitgliedern eines dritten Teams, das auf Distanz gehalten wird. Die klangliche Komponente des Werks verstärkt diese Wirkung, da der Sound aus dem Inneren der Anlage ertönt. Die in die Stufen der Tribüne integrierten Lautsprecher geben eigenständige rhythmische Ebenen wieder, die dazu animieren, von einem Lautsprecher zum nächsten zu gehen
und so die Installation zu umrunden – eine Mobilität, die den Fans im Gästeblock verwehrt ist. Während die Töne aus nächster Nähe einzeln wahrgenommen werden, verschmelzen sie mit etwas Abstand zu einem zusammenhängenden Arrangement: eine gemeinsame perkussive Sprache aus harmonischen und dissonanten Elementen, die sich über die Grenzen des Werks hinweg miteinander verbinden.
Um diese Installation herum werden weitere Werke der Serie Away Terrace (2024 und 2025) von Erek präsentiert, die mit ihren Strukturen aus vier rechtwinklig zueinander angeordneten Holzprofilen mit der benachbarten Arena aus Lehmsteinen in Dialog treten. Die Skulpturen beziehen sich auf Stadien in Istanbul und dortige Veränderungen in der Aufteilung der Zuschauerränge, die der Künstler selbst miterlebt hat, sowie auf die asymmetrische Gestaltung der zwei zentralen Fußballstadien in Liverpool, deren Mannschaften miteinander rivalisieren. Darüber hinaus erinnern die Werke an Bilderrahmen. Ihre Tiefe und ihr visuelles Gewicht spielen auf reich verzierte Rahmen vergangener Jahrhunderte an, wogegen ihre geometrische Strenge die Funktion des Ornaments hinterfragt. Entsprechend gehen auch ihre Blattgold-Applikationen, die unterschiedlich groß sind, ihre Position wechseln oder komplett verschwinden, über die Dekoration hinaus und markieren wie die Farbe bei der Soundinstallation als Zeichen der Ausgrenzung, Trennung und Verdrängung den Gästebereich eines Stadions.
Zusammen bezeugen die gezeigten Arbeiten Ereks anhaltendes Interesse an der Repräsentation des Anderen, wobei er die kritische Analyse von Unterschieden mit der Frage kombiniert, wie gemeinsame Affinitäten zu Verbundenheit führen. In diesem Sinne reflektiert die Ausstellung – deren Titel them and us durch seine Konjunktion das Verbindende betont – Raum als etwas, das zugleich geteilt und durch Gegensätze konstituiert werden kann.
Cevdet Erek, Away Terrace (Anfield), 2025, wood, gold leaf, 80 x 88 x 25 cm
© Cevdet Erek. Courtesy the artist and neugerriemschneider, Berlin. Photo: Jens Ziehe, Berlin
Cevdet Erek, Away Terrace II, 2024, wood, gold leaf, 60 x 80 x 9 cm
© Cevdet Erek. Courtesy the artist and neugerriemschneider, Berlin. Photo: Jens Ziehe, Berlin
Das SculptureCenter in New York präsentiert diesen Herbst Americas, eine Einzelausstellung mit neuen Werken von Erek (19. September – 28. Dezember). Darüber hinaus zeigt das Haus der Kulturen der Welt in Berlin ab September mit Not All Travellers Walk Roads—Of Humanity as Practice eine geografische und räumliche Übersetzung der im vergangenen Jahr gezeigten 36. Bienal de São Paulo, einschließlich Ereks Soundinstallation und grafischer Intervention Rampa rítmica (Rhythmic Ramp) (2025), die ursprünglich für den Pavilhão Ciccillo Matarazzo entwickelt wurden (12. September – 6. Dezember).
Werke von Cevdet Erek (geb. 1974) wurden in Einzelausstellungen internationaler Museen und Institutionen gezeigt, darunter Secession, Wien (2025); Hamburger Bahnhof—Museum für Gegenwart, Berlin (2019); Art Institute of Chicago, Chicago (2019); Museum van Hedendaagse Kunst, Antwerpen (2018); Museo Universitario Arte Contemporáneo, Mexiko-Stadt (2017); Türkischer Pavillon, 57. Biennale di Venezia, Venedig (2017); Spike Island Artspace, Bristol (2014), und Kunsthalle Basel, Basel (2012). Darüber hinaus nahm der Künstler an der 36. Bienal de São Paulo, São Paulo (2025); der 13. Liverpool Biennial, Liverpool (2025); der Manifesta 14, Pristina (2022); der 7. Singapore Biennale, Singapur (2022); der 7. Ruhrtriennale, Bochum (2019); der 11. Shanghai Biennale, Shanghai (2016); der 20. Biennale of Sydney, Sydney (2016); der 14. Istanbul Biennial, Istanbul (2015); der 5. Marrakech Biennale, Marrakesch (2014); der Sharjah Biennial 11, Schardscha (2013); der 7. Asia Pacific Triennial of Contemporary Art, Brisbane (2012), und der dOCUMENTA (13), Kassel (2012), teil. Erek lebt und arbeitet in Istanbul.