Artist Studio | Install by Diana Pfammatter
Zum Gallery Weekend Berlin 2026 entwickelt die in Berlin lebende Fotografin Diana Pfammatter ihre Serie Artist Studio / Install weiter und richtet den Fokus auf ausgewählte Künstler*innen des diesjährigen Programms.
Die Arbeiten entstehen im Atelier und während der Installation und konzentrieren sich auf Prozesse, Entscheidungen und Übergänge – jenseits der fertigen Ausstellung. Pfammatter beobachtet präzise und zurückhaltend und macht jene Strukturen sichtbar, die künstlerische Produktion prägen.
Für diese Edition hat Diana Pfammatter die Künstlerin und Filmemacherin Franziska von Stenglin eingeladen, die Kampagne um eine bewegte Bildebene zu erweitern. Die Zusammenarbeit verbindet fotografische und filmische Perspektiven zu einer klar komponierten visuellen Erzählung.
Fotos: Diana Pfammatter
Videos: Diana Pfammatter und Franziska von Stenglin
Candice Breitz
Candice Breitz (* 1972 in Johannesburg, lebt und arbeitet in Berlin) untersucht in ihrer künstlerischen Praxis die komplexen Wechselwirkungen zwischen Medien, Identität und Macht. Ihre Arbeiten verhandeln Fragen von Repräsentation, politischer Verantwortung und gesellschaftlichen Konflikten und machen sichtbar, wie stark individuelle wie kollektive Identitäten durch mediale und institutionelle Strukturen geprägt sind.
Diana Pfammatter und Franziska von Stenglin haben Breitz beim Aufbau von „Hot Potato“ bei KOW einen Nachmittag lang begleitet. Die Ausstellung versteht sich als zugleich wütender und leidenschaftlicher Liebesbrief an Berlin als Kunst- und Machtort. Breitz verbindet persönliche Perspektiven mit historischen Referenzen und bezieht sich auf Künstler*innen, die Kunst als Raum politischer Reflexion begreifen.
Im Zentrum steht der Berliner Bär, ein ambivalentes Symbol zwischen Freiheit, Kontrolle und politischer Instrumentalisierung. In „Hot Potato“ erscheint er in unterschiedlichen Formen: als Performer im Kostüm, als beschädigte Skulptur in der Vitrine und als wiederkehrendes Motiv. Er bewegt sich zwischen kontrolliertem Repräsentationszeichen und verletzlicher, widerständiger Figur und legt so die politischen Spannungen offen, die die gegenwärtige Kunstproduktion prägen.