Daniel Buren
Trois en Un, hauts-reliefs, travaux situés /
Drei in Einem, Hochreliefs, Arbeiten in Situ

1 MAI bis 1 AUG 2026
Opening – 1 MAI 2026, 18-21 Uhr

Zum Gallery Weekend Berlin 2026 präsentiert die Konrad Fischer Galerie neue Arbeiten des international renommierten französischen Künstlers Daniel Buren (geb. 1938 in Boulogne-Billancourt). Seit der Entwicklung seiner charakteristischen 8,7 cm breiten vertikalen Streifen in den 1960er-Jahren hat Buren eine unverwechselbare visuelle Sprache geschaffen. Seine ortsspezifische auf Serialität basierende Praxis untersucht fortlaufend das Verhältnis zwischen Werk, Außenwelt und Betrachter:in.

Daniel Buren,
Voile/Toile – Toile/Voile, 2018.

Work in situ, Walker Art Center, Minneapolis 2018 (detail).

Courtesy Konrad Fischer Galerie
© DB-ADAGP Paris

Die Zusammenarbeit mit der Konrad Fischer Galerie begann 1969 mit Burens erster Einzelausstellung in Düsseldorf. Damals erstreckte sich der Ausstellungsraum weit über die Galerieräume heraus: Buren installierte seine blau-weißen Streifenarbeiten an öffentlichen Orten im gesamten Stadtgebiet. Werke des Künstlers waren unter anderem in der Galerie selbst, auf Straßen, auf Fahnen vor der Kunsthalle sowie auf Litfaßsäulen auf der Prinz-Georg-Straße zu sehen und stellten grundlegende Fragen nach den Grenzen von Kunst, Kontext und Wahrnehmung. Daniel Buren arbeitet in situ, was wesentlich ist, da somit nicht nur die Werke alleine seine Ausstellungen ausmachen, sondern die Beziehung zwischen Werk und Ausstellungsort stets ein integraler Bestandteil seiner Praxis bleibt.

Anlässlich der ersten Ausstellung des Künstlers in unseren Galerieräumen in der Neuen Grünstraße, zeigt Buren eine neue Werkserie aus großformatigen runden Spiegelflächen, jeweils über zwei Meter im Durchmesser, die sich mit wiederholenden Elementen seines Œuvres verbinden. Ihre spiegelnden Oberflächen reflektieren die Architektur das Hauses, die Innenräume der Galerie und die Besucher*innen gleichermaßen, wodurch sie alle Teil des Kunstwerkes werden. Insbesondere freuen wir uns darüber, dass auch die Fassade der Galerie in die Installation einbezogen wird und so Burens kontinuierliches Interesse an der Beziehung zwischen Kunst und Umgebung unterstreicht.

Wie in seinen früheren Arbeiten bleibt die serielle Variation ein zentrales Prinzip und lädt die Besucher:innen dazu ein, darüber nachzudenken, inwieweit Wiederholung und formale Reduktion zu unendlicher visueller Vielfalt führen können.