Artist Studio | Install by Diana Pfammatter

Zum Gallery Weekend Berlin 2026 entwickelt die in Berlin lebende Fotografin Diana Pfammatter ihre Serie Artist Studio / Install weiter und richtet den Fokus auf ausgewählte Künstler*innen des diesjährigen Programms.

Die Arbeiten entstehen im Atelier und während der Installation und konzentrieren sich auf Prozesse, Entscheidungen und Übergänge – jenseits der fertigen Ausstellung. Pfammatter beobachtet präzise und zurückhaltend und macht jene Strukturen sichtbar, die künstlerische Produktion prägen.

Für diese Edition hat Diana Pfammatter die Künstlerin und Filmemacherin Franziska von Stenglin eingeladen, die Kampagne um eine bewegte Bildebene zu erweitern. Die Zusammenarbeit verbindet fotografische und filmische Perspektiven zu einer klar komponierten visuellen Erzählung.

Fotos: Diana Pfammatter
Videos: Diana Pfammatter und Franziska von Stenglin

Marieta Chirulescu

In ihren abstrakten Kompositionen überschreitet Marieta Chirulescu (*1974 in Sibiu, Rumänien, lebt und arbeitet in Berlin) die Grenzen der Malerei und verbindet verschiedene Techniken miteinander. Sie arbeitet mit Fotografie, Scans, Kopien und Druckverfahren, die sie in ihre Malerei einfließen lässt und dabei verändert. So entstehen Bilder, die vertraut wirken, sich aber nicht eindeutig greifen lassen und zwischen Klarheit und Auflösung schwanken. Die Leinwand dient ihr dabei als Ausgangspunkt, auf dem sich ihre Bildsprache entfaltet und die Möglichkeiten der Malerei erweitert.

Zum Gallery Weekend Berlin präsentiert Chirulescu mit der Galeria Plan B neue Werke: Ausgehend von digitalen Bildvorlagen, die ihr als Grundlage für malerische Transformationen dienen, entstehen vielschichtige Kompositionen zwischen Abstraktion und Repräsentation.

Fragmente zeichnen sich ab, überlagern sich, lösen sich wieder auf und setzen sich neu zusammen. Zarte Spuren durchziehen die Oberfläche, als würden Bilder kurz auftauchen und gleich wieder verschwinden, während sich Flächen gegeneinander verschieben und fragile Bildzusammenhänge entstehen. Zurückhaltende Farbfelder erzeugen dabei ein feines „statisches Rauschen“. Durch Schichtung und Überlagerung arbeitet sie bewusst mit der flachen Oberfläche der Malerei und entwickelt daraus Bildräume, die sich von einer klaren Perspektive lösen und eine eigene, autonome Form annehmen.