Artist Studio | Install by Diana Pfammatter

Zum Gallery Weekend Berlin 2026 entwickelt die in Berlin lebende Fotografin Diana Pfammatter ihre Serie Artist Studio / Install weiter und richtet den Fokus auf ausgewählte Künstler*innen des diesjährigen Programms.

Die Arbeiten entstehen im Atelier und während der Installation und konzentrieren sich auf Prozesse, Entscheidungen und Übergänge – jenseits der fertigen Ausstellung. Pfammatter beobachtet präzise und zurückhaltend und macht jene Strukturen sichtbar, die künstlerische Produktion prägen.

Für diese Edition hat Diana Pfammatter die Künstlerin und Filmemacherin Franziska von Stenglin eingeladen, die Kampagne um eine bewegte Bildebene zu erweitern. Die Zusammenarbeit verbindet fotografische und filmische Perspektiven zu einer klar komponierten visuellen Erzählung.

Fotos: Diana Pfammatter
Videos: Diana Pfammatter und Franziska von Stenglin

Ketuta Alexi-Meskhishvili

Ketuta Alexi-Meskhishvili (*1979, Tiflis) dient Fotografie nicht zum Festhalten eines Moments; vielmehr hinterfragt sie mit dem Medium diese Vorstellung und begreift es als offenen Prozess des Entwickelns und Sichtbarwerdens. In ihrem Berliner Atelier experimentiert sie mit analogen Techniken und digitaler Bearbeitung und schafft Bilder von leuchtenden, nahezu strahlenden Oberflächen und intensiver Farbigkeit, deren spezifisches Licht die Motive zugleich hervorhebt und verschleiert. Unabhängig von ihrer Präsentationsform entfalten die Arbeiten eine unverkennbare visuelle Präsenz, die auf einem präzisen Umgang mit den grundlegenden Eigenschaften des Mediums beruht.

Zum Gallery Weekend Berlin 2026 eröffnet Georgia, ihre zweite Einzelausstellung in der Galerie Molitor. Ausgangspunkt ist die späte Entdeckung einer nahen Verwandten über einen genealogischen DNA-Test, ein Fund, der Fragen nach Doppelgängern und Schwellen des Unbekannten aufwirft und nach dem, was lange verborgen war und plötzlich sichtbar wird. Alexi-Meskhishvili spielt dabei mit Verschiebungen der Perspektive und präsentiert ein Bildpaar als Dye-Sublimationsdrucke auf Aluminium in horizontalen, tischartigen Rahmen. In ihrer innovativen und eigenwilligen Verschmelzung digitaler und analoger Techniken werden Instagram-Screenshots digital bearbeitet, auf transparentem Reispapier gedruckt und als Collagen auf unbelichtete Großformatnegative gelegt, die sie mit farbigen Fingerlichtern ausleuchtet. In den so entstandenen analogen C-Prints und digitalen Dye-Sublimationsdrucken scheint eine weibliche Gestalt aus einer abstrakten Emulsion aus Rot- und Gelbtönen aufzutauchen – und wieder darin zu versinken.